NACHWUCHS
PREIS

des Bayerischen Staatsministeriums
für Wissenschaft und Kunst

Shortlist 2026

Prof. Dr. Anna Maria Oberländer, Universität Bayreuth
Dr.-Ing.
Saskia Schimmel, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Preisträger 2026:
Dr. Lukas Burgholzer, Technische Universität München

Begründung

Dr. Lukas Burgholzer ist ein international führender Wissenschaftler im Bereich der Entwurfs-Automatisierung für das Quantencomputing. Er verkörpert eine beeindruckende Kombination von tiefstem theoretischen Verständnis, exzellenter Software-Engineering-Kompetenz und unternehmerischem Mut. Seine Arbeit bildet die Grundlage für die Quanten-Software von morgen. Besonders hervorzuheben ist sein Einsatz für Open-Source-Software. Er ist der Architekt und Hauptentwickler des Munich Quantum Toolkit (MQT), das sich zu einem internationalen Standardwerkzeug entwickelt hat. Als technischer Leiter des Munich Quantum Software Stack (MQSS) nimmt er eine Schlüsselrolle im Munich Quantum Valley ein und treibt die Integration von Quantencomputern in Hochleistungsrechenzentren voran – ein Projekt von herausragender strategischer Bedeutung für den Hightech-Standort Bayern.

Preis

Der Nachwuchspreis zeichnet Forschungsleistungen aus, die ein besonders hohes Innovationspotenzial aufweisen und einen erfolgreichen Transfer in die Praxis versprechen. Der Preis ist mit 30.000 Euro dotiert.


Die Auszeichnung richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die an einer bayerischen Hochschule, an einer Forschungseinrichtung oder in einem Start-up mit Sitz in Bayern tätig sind und die zu Schlüsseltechnologien forschen, die über die Innovationsoffensive Hightech Agenda Bayern gefördert werden.

Auswahl­verfahren

Die Bayerische Akademie der Wissenschaften veröffentlicht eine jährliche Ausschreibung, deren inhaltliche Ausrichtung in Abstimmung mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst im Kontext der Hightech Agenda Bayern verortet ist. Geeignete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in frühen Karrierephasen sind zur Eigenbewerbung eingeladen; Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind aufgerufen, geeignete Kandidatinnen und Kandidaten zu einer Bewerbung zu motivieren. Kriterien für die Auswahl sind die Qualität der Forschungsleistung, das Innovationspotenzial, die Perspektiven auf eine Umsetzung der Forschungsergebnisse in die Anwendung sowie die Relevanz und Zukunftsorientierung der Ergebnisse. Eine Auswahlkommission wählt die auszuzeichnende Wissenschaftlerin oder den auszuzeichnenden Wissenschaftler aus.